
Pfr. Ulf Schwäbe ( Ev. KG Horka, Kodersdorf)
Wo sehen Sie den Ev. Kirchenkreis SOL in sechs Jahren?
Ich hoffe, dass das Konzept des unterstützenden Kirchenkreises weiterhin Leitbild unseres Handelns im Kirchenkreis bleibt.
Ich sehe engagierte Gemeindemitglieder, denen ihre Kirche etwas wert ist. Sie haben verstanden, dass Kirche mehr ist als die Heimatkirchengemeinde.
Wenn Gottes Geist eine Erweckungsbewegung schenkt, dann wird es großartig.
Ansonsten müssen wir mit den kleiner werdenden Gemeinden verantwortlich Rahmenbedingungen für christliches Leben gestalten.
Nach meiner Erfahrung steigt der verwaltungstechnische Aufwand und die Verpflichtungen, die das Dasein als Körperschaft des öffentlichen Rechtes mit sich bringt, Jahr für Jahr. Und jede selbstständige Kirchengemeinde ist nun mal eine Körperschaft des öffentlichen Rechts. Um aus diesem Druck herauszukommen, halte ich es für sinnvoll, große Kirchengemeinden mit mehreren Gemeindepädagogen und Pfarrern zu bilden. Für die Verwaltungs- und Leitungsaufgaben gibt es in dieser Großgemeinde einen hauptamtlichen professionellen Mitarbeiter, der die Verwaltungsfragen kompetent löst und den anderen Mitarbeitern den Rücken freihält für ihre eigentlichen Aufgaben wie Unterricht, Seelsorge, Predigt, Besuchsdienst, Rüstzeiten vorbereiten und durchführen… Ich hoffe, dass sich in dieser Legislatur Gemeinden finden, die den Mut haben, so eine Struktur auszuprobieren.
Was möchten Sie in der neuen Legislaturperiode konkret bewegen oder verändern?
Ich weiß nicht, ob es sinnvoll ist, für die Kreissynode zu kandidieren, wenn klar ist, dass ich im Mai 2030 ausscheiden muss (Eintritt in die Altersrente)
Ansonsten würde ich gern wieder im Finanzausschuss des Kirchenkreises mitarbeiten.
Darüber hinaus würde ich Mitstreiter für die Idee der Großgemeinden suchen.
Welche Erfahrungen oder Kompetenzen bringen Sie in die synodale Arbeit ein?
Viele Erfahrungen aus reichlich 30 Dienstjahren als Pfarrer u.a. aus vielen Vakanzvertretungen. Daher kenne ich die Situation in vielen unterschiedlichen Gemeinden. Gleichzeitig bin ich seit 1999 Inhaber der Pfarrstelle Horka (50% Dienstumfang) und konnte so Erfahrungen sammeln, wie sich eine Gemeinde über einen längeren Zeitraum entwickelt.
In mehreren Legislaturen war ich Mitglied im Kreiskirchlichen Finanzausschuss.

Pfarrer Janis Kriegel (Ev. KG Niesky)
Wo sehen Sie den Ev. Kirchenkreis SOL in sechs Jahren?
Ich sehe den Kirchenkreis in einer positiven Entwicklung als Ort und Raum den gemeinsamen christlichen Glauben zu leben und die hier beheimateten Menschen in ihren Fragen und Suchen nach Sinn, Trost, Orientierung zu begleiten. Kirche soll ein Raum der Seelsorge, Verkündigung und Gemeinschaft sein. Dies funktioniert nicht ohne das Bewusstsein das eigene regionale (Schlesien, Oberlausitz) Erbe zu pflegen und zugleich offen für gesellschaftliche Veränderungen zu sein. Ein besonderer Stellenwert wird Ehrenamtlichen zukommen, die gerade in geistlicher Arbeit gute Zurüstung, Unterstützung und Reflexion benötigen.
Was möchten Sie in der neuen Legislaturperiode konkret bewegen oder verändern?
Ich werde mich dafür einsetzen und stark machen, dass Görlitz als Sitz der Generalsuperintendentur erhalten bleibt. Ich begrüße eine kontinuierliche Zusammenarbeit mit der polnischen Diözese der evangelisch-augsburgischen Kirche in Schlesien. Ich werde mich einsetzen für eine Stärkung der Jugendarbeit und Seelsorge in unserem Kirchenkreis.
Welche Erfahrungen oder Kompetenzen bringen Sie in die synodale Arbeit ein?
Ich bin als Pfarrer seit Beginn meiner Tätigkeit im Kirchenkreis (Gemeindepfarramt) Mitglied der Kreissynode. Ich kenne die Abläufe und Regularien. Selbst bin ich Mitglied in der Arbeitsgemeinschaft „Erinnern – Bewahren – Zukunft gestalten“ (AG Erbe).

Pfarrer Johannes Swoboda (Ev. KG Rothenburg)
Wo sehen Sie den Ev. Kirchenkreis SOL in sechs Jahren?
Ich wünsche mir, dass unser Kirchenkreis auch in Zukunft als verlässliche, geistlich fundierte
und zugleich lebensnahe Kirche wahrgenommen wird.
In einer Zeit des Wandels braucht es Orientierung, Klarheit und Verlässlichkeit.
In sechs Jahren sehe ich einen Kirchenkreis, der seine geistlichen Wurzeln weiterhin pflegt
und zugleich verantwortungsvoll mit den Herausforderungen unserer Zeit umgeht.
Strukturelle Veränderungen werden uns weiterhin begleiten;
umso wichtiger ist es, diese besonnen, transparent und in gegenseitigem Respekt zu gestalten.
Ich hoffe, dass wir als Gemeinden enger zusammenarbeiten, Kräfte bündeln und uns gegenseitig stärken – ohne die gewachsenen Identitäten vor Ort aus dem Blick zu verlieren.
Unsere Kirche soll ein Ort bleiben, an dem Menschen Trost finden, Gemeinschaft erleben
und im Glauben wachsen können.
Was möchten Sie in der neuen Legislaturperiode konkret bewegen oder verändern?
Mir liegt daran, dass synodale Arbeit von Sachlichkeit, Verlässlichkeit und gegenseitiger Wertschätzung geprägt ist. Entscheidungen sollten sorgfältig vorbereitet, nachvollziehbar begründet
und langfristig tragfähig sein.
Ich möchte dazu beitragen, die Zusammenarbeit zwischen den Gemeinden weiter zu gestalten, Ehrenamtliche in ihrem so wichtigen Dienst zu stärken und zu ermutigen, junge Menschen an Verantwortung für ihre Gemeinde und den Kirchenkreis heranzuführen, und mit den uns anvertrauten finanziellen und personellen Mitteln sorgfältig und verantwortungsvoll umzugehen.
Zugleich halte ich es für wichtig, neue Wege nicht vorschnell zu verwerfen, sondern prüfend
und mit Augenmaß zu bedenken. Bewährtes zu bewahren und zugleich offen für notwendige Entwicklungen zu bleiben – darin sehe ich eine zentrale Aufgabe.
Welche Erfahrungen oder Kompetenzen bringen Sie in die synodale Arbeit ein?
Ich bringe die Bereitschaft mit, zuzuhören, unterschiedliche Positionen ernst zu nehmen und im Gespräch nach tragfähigen Lösungen zu suchen.
Durch meine bisherigen Tätigkeiten – im neu übernommenen Pfarramt, wie auch als Diakon, Heilerziehungspfleger und in Beratungstätigkeiten – habe ich gelernt, wie wichtig gute Vorbereitung, klare Kommunikation und gegenseitiges Vertrauen sind. Ich arbeite gern mit Anderen zusammen.,
Eine sachorientierte, zugleich respektvolle Diskussionskultur ist mir wichtig.
Es ist mir ein Anliegen, meine Erfahrungen einzubringen und zugleich offen zu bleiben für neue Perspektiven.
Kirche lebt vom gemeinsamen Ringen um gute Entscheidungen –
diesem Prozess möchte ich mich mit Überzeugung und Augenmaß zur Verfügung stellen.

Pfarrer Steffen Kroll (Ev. KG Hähnichen)
Wo sehen Sie den Ev. Kirchenkreis SOL in sechs Jahren?
Im Jahr 2032 sehe ich den Kirchenkreis vor größeren Herausforderungen stehen als sechs Jahre zuvor.
Was möchten Sie in der neuen Legislaturperiode konkret bewegen oder verändern?
Ich möchte dazu beitragen, das Bewusstsein dafür zu schärfen, dass in der zunehmenden Beschleunigung nahezu aller Lebensprozesse nicht das Heil liegt.
Welche Erfahrungen oder Kompetenzen bringen Sie in die synodale Arbeit ein?
35 Jahre Berufserfahrung in pfarramtlicher und pastoraler Arbeit in ländlich geprägten Kirchengemeinden.

Pfarrerin Miriam Arndt (Ev. GKG Bad Muskau – Gablenz)
Wo sehen Sie den Ev. Kirchenkreis SOL in sechs Jahren?
Unseren Kirchenkreis sehe ich in sechs Jahren gestärkt in seiner Verantwortung für die Unterstützung der Gemeinden. Gelder werden gut und sinnvoll verwaltet und eingesetzt. Ehrenamtliche und Hauptamtliche werden in ihrem Dienst begleitet und unterstützt. Kinder und Jugendliche sind weiterhin oder wieder neu anders ein Fokus, aber auch die seelsorgerliche Begleitung von Älteren und Einsamen. Wir führen Menschen zusammen und feiern das Leben und das bewusst hier in der Lausitz mit seinen Traditionen.
Was möchten Sie in der neuen Legislaturperiode konkret bewegen oder verändern?
Gemeinsam einen guten Ausgleich finden zwischen Verwalten und geistlich leiten. Die eigenen Stärken der Region und der Gemeinden noch mehr entdecken und betonen. Die Zusammenarbeit der verschiedenen Professionen (in Pfarramt, Kirchenmusik, Gemeindepädagogik, Verwaltung usw.) stärken.
Welche Erfahrungen oder Kompetenzen bringen Sie in die synodale Arbeit ein?
Theologische Kompetenz, Interesse an Strukturentwicklung, Verständnis für Verschiedenheit, das Bestreben nach Ausgleich verschiedener Interessen und Herangehensweisen. Keine Berührungsängste bei großen Zahlen oder Paragrafen.

Pfarrerin Jadwiga Mahling (Ev. KG Schleife)
Wo sehen Sie den Ev. Kirchenkreis SOL in sechs Jahren?
Wir sind das Salz der Erde! Als evangelische Christinnen und Christen können wir in unseren Dörfern und Städten hier in der Oberlausitz etwas verändern! In unserem Kirchenkreis werden in den kommenden Jahren vielleicht so manche Strukturen verändert werden: Doch das frohmachende Evangelium bleibt!
Was möchten Sie in der neuen Legislaturperiode konkret bewegen oder verändern?
Mein Herz schlägt für die Seelsorge, die Arbeit an Kindern und Jugendlichen sowie dem sorbischen Erbe in unserer Heimat. Zudem sind mir die Kontakte zu unseren polnischen Geschwistern wichtig. In unserem Kirchenkreis will ich mich gern überregional einbringen um sinnvolle Strukturen zu finden, dass Gemeinden frei und fröhlich den Glauben leben und verkündigen können.
Welche Erfahrungen oder Kompetenzen bringen Sie in die synodale Arbeit ein?
Nach 12 Jahren Gemeindepfarramt in Schleife, als stellvertretende Superintendentin des Kirchenkreises SOL und als Landessynodale habe ich genügend Einblicke in die kirchliche Arbeit bekommen. Zudem habe ich einen großen Erfahrungsschatz in der überregionalen sorbischen Arbeit und mit unseren polnischen Geschwistern. Deshalb will ich mich gern in der synodalen Arbeit einbringen!

Frank Barnack (Evangelische KG Horka)
Wo sehen Sie den Ev. Kirchenkreis SOL in sechs Jahren?
In sechs Jahren sehe ich den Ev. Kirchenkreis SOL als einen Kirchenkreis, der trotz kleiner werdender Ressourcen geistlich lebendig und strukturell handlungsfähig bleibt. Ein Kirchenkreis, der sich nicht über Gebäude oder Verwaltung definiert, sondern über Menschen, Glauben und verlässliche Gemeinschaft.
Ich wünsche mir, dass wir als Kirche stärker regional vernetzt arbeiten, unsere Gemeinden gegenseitig unterstützen und Kooperationen selbstverständlich geworden sind – ohne dabei die örtliche Identität zu verlieren. Der Kirchenkreis soll erkennbar präsent sein: in Seelsorge, Bildung, Diakonie und gesellschaftlichem Engagement.
Was möchten Sie in der neuen Legislaturperiode konkret bewegen oder verändern?
Ich möchte dazu beitragen, dass Entscheidungen im Kirchenkreis stärker strategisch und langfristig getroffen werden – nicht nur reaktiv auf Sparzwänge, sondern mit klaren Prioritäten: Was ist unser Auftrag, was stärkt Gemeinden, was trägt geistlich und strukturell?
Konkret möchte ich mich einsetzen für:
eine stärkere Öffentlichkeitsarbeit und digitale Präsenz, damit Kirche auch außerhalb des klassischen Gemeindelebens sichtbar bleibt
bessere Zusammenarbeit und klare Abstimmung zwischen Gemeinden, Kirchenkreis und kreiskirchlichen Diensten
Stärkung des Ehrenamtes, z.B. durch Fortbildung, Begleitung und echte Beteiligung an Entscheidungsprozessen
realistische Gebäudekonzepte, die nicht nur verwalten, sondern Zukunft ermöglichen
verlässliche Personal- und Nachwuchsplanung, damit Mitarbeitende entlastet und langfristig gehalten werden können
Welche Erfahrungen oder Kompetenzen bringen Sie in die synodale Arbeit ein?
Durch meine Mitarbeit im Gemeindekirchenrat, bringe ich Erfahrung in kirchlicher Verantwortung, Entscheidungsprozessen und der Verbindung von Tradition und notwendiger Weiterentwicklung mit.
Ich kenne die Perspektive der Ortsgemeinde sehr genau: die praktischen Herausforderungen vor Ort, die Fragen der Ehrenamtlichen, aber auch die Sorgen und Erwartungen vieler Gemeindeglieder. Gleichzeitig habe ich gelernt, unterschiedliche Meinungen zusammenzuführen und Entscheidungen mitzutragen, auch wenn sie nicht immer einfach sind.
Ich bringe außerdem folgende Kompetenzen ein:
Verlässlichkeit, Kontinuität und die Motivation, Kirche aktiv mitzugestalten
Erfahrung im Abwägen zwischen geistlichem Auftrag und organisatorischer Realität
Teamfähigkeit und die Bereitschaft, tragfähige Kompromisse zu entwickeln
einen klaren Blick für Strukturen und Verantwortung

Beate Steinert (Evangelische KG Horka)
Wo sehen Sie den Ev. Kirchenkreis SOL in sechs Jahren?
Ich heiße Beate Steinert, bin 61 Jahre alt, verheiratet und habe drei erwachsene Kinder. Viele Jahre war ich als Gemeindepädagogin (Katechetin) in Horka, Kodersdorf und Gemeinden in der sächsischen Landeskirche tätig. Nach einer schweren Erkrankung bin ich nicht mehr berufstätig. Aber nach wie vor unterstütze ich hauptamtliche Mitarbeiter bei der Christenlehre. Mir liegen die Kinder, Jugendlichen und Familien in unserer Gemeinde ganz besonders am Herzen. Deshalb möchte ich mich im GKR und im Kirchenkreis gerne für die Arbeit mit Kindern, Jugendlichen und Familien einsetzten.
Außerdem unterstütze ich den Kirchenchor in der Kirchengemeinde Horka und helfe, wo ich kann. Für unsere Gottesdienste wünsche ich mir Lebendigkeit, die man unter anderem auch mit Musik und Kindern erreichen kann.
Was möchten Sie in der neuen Legislaturperiode konkret bewegen oder verändern?
Welche Erfahrungen oder Kompetenzen bringen Sie in die synodale Arbeit ein?

Friederike Salewski (Ev. KG Niesky inkl. Kosel)
Wo sehen Sie den Ev. Kirchenkreis SOL in sechs Jahren?
Dazu kann ich tatsächlich nichts sagen…
Was möchten Sie in der neuen Legislaturperiode konkret bewegen oder verändern?
Ich werde zuhören und mich gern mit meinen Erfahrungen einbringen
Welche Erfahrungen oder Kompetenzen bringen Sie in die synodale Arbeit ein?
Ich lebe einen fröhlichen, pragmatischen, hoffnungsvollen Glauben, der jeder Zeit mit dem Eingreifen Gottes rechnet.
Darüber hinaus arbeite ich gern in Teams, bin vielfältig interessiert und helfe gern mit guten Ideen ins Leben zu helfen.
Andre Hänel (Ev. KG Daubitz)
Wo sehen Sie den Ev. Kirchenkreis SOL in sechs Jahren?
Die Nachwuchsarbeit in den Gemeinden hat einen Aufschwung und das Vergreisen der Posaunenchöre ist gestoppt. Die Gemeindeglieder haben wieder Vertrauen in die Ev. Kirche. Die Mitgliederzahlen steigen wieder.
Was möchten Sie in der neuen Legislaturperiode konkret bewegen oder verändern?
Die Stärkung der Kirchenmusik, speziell der Posaunen-Chöre der SOL sowie das attraktiv machen für Kinder und Jugendliche.
Welche Erfahrungen oder Kompetenzen bringen Sie in die synodale Arbeit ein?
Als Mitglied des Gemeindekirchenrats Daubitz und als Kreisposaunenwart der Region Nord sowie als langjähriges Vereinsmitglied im Verein zur Förderung der Posaunenchorarbeit stelle ich meine Erfahrung und meine Kompetenz zur Verfügung.
Klaus – Peter Hänel (Ev. KG Kodersdorf)
Wo sehen Sie den Ev. Kirchenkreis SOL in sechs Jahren?
Der Kirchenkreis wird sich dynamisch den Anforderungen anpassen müssen, um den veränderten Ansprüchen der Menschen an und in Gemeinden gerechter zu werden.
Mit Traurigkeit ist festzustellen, was Statistiker vor 20 Jahren vorausgesagt haben, dass die Gemeindegliederzahlen drastisch sinken. Nur eine Erweckung wird eine Trendwende bewirken.
Verkündigung der frohen Botschaft, Mission und Evangelisation sind zentrale Aufgabenfelder.
Hoheitlichen Aufgaben der Gemeinden haben sich nicht reduziert, vermehrten sich stattdessen in den letzten Jahrzehnten. Die Verwaltung hat sich aufgebläht, fordert immer mehr an Aufmerksamkeit und Kompetenz.
Dies fand auch auf kirchlicher Ebene statt. Die Rechnung zu tragen, bedarf es dem Vertrauen auf die Wirksamkeit des heiligen Geistes in Verbindung mit einer auf ihn vertrauenden Verwaltungsebene. Es wird sich zeigen ob beides, Gottes Willen und die Bereitschaft zur Veränderung Konsens finden.
Was möchten Sie in der neuen Legislaturperiode konkret bewegen oder verändern?
Die kreiskirchliche Arbeit muss zur Entbürokratisierung der pfarramtlichen Tätigkeit, sowie der Arbeit der Gemeindekirchenräte führen. Zum Beispiel, die ganze Thematik der Fördermittelbeschaffung, sei es bei Bau oder Gemeindeprojekte inclusive Finanzierung. Gemeinden benötigen dringend Unterstützung damit dergleichen stärker genutzt werden.
Gemeinden sollten stärker auf zeitgemäße Ausstattungen von Kirchen und Gemeinderäumen gewiesen, Investitionstau reduziert, Vermögenswerte genutzt werden.
Wo eine angenehme Atmosphäre herrscht wird man sich mindestens gerne versammeln.
Welche Erfahrungen oder Kompetenzen bringen Sie in die synodale Arbeit ein?
Besonderen Kenntnisse habe ich nicht, aber wenn der Herr mich beruft, wird er mir auch die Erforderlichen schenken die zum Dienst benötigt werden.
Erfahrungen machte ich während vier Jahrzehnte GKR in Kodersdorf, bei zwei Legislaturen kreissynodaler und provinzialer Gremienarbeit, sowie im Rat des Kirchenkreises Niesky.
Die formulierten Fragen forderten mich zu spontanen Gedanken und sind lange nicht umfassend beantwortet.

Hartmut Kirsten (Ev. GKG Hohe Dubrau)
Wo sehen Sie den Ev. Kirchenkreis SOL in sechs Jahren?
Der Evangelische Kirchenkreis Schlesische Oberlausitz ist ein territorial großer Zusammenschluss. Die Mitglieder in den Ortsgemeinden werden vermutlich weniger. Meine Hoffnung ist jedoch, dass das geistliche Leben nicht abnimmt.
Was möchten Sie in der neuen Legislaturperiode konkret bewegen oder verändern?
Für unsere Gemeinde wünsche ich mir ein besseres Kennenlernen über den eigenen Kirchturm hinaus und ein gegenseitiges Stärken im Glauben. Wichtig und hilfreich finde ich einen Austausch von Erfahrungen in geistlichen sowie praktischen Arbeitsfeldern der Gemeindearbeit, um einander Hilfe zu sein.
Welche Erfahrungen oder Kompetenzen bringen Sie in die synodale Arbeit ein?
Meine Erfahrungen und Kompetenzen liegen in der Leitung von Bibelkreisen und Lektoren Gottesdiensten sowie Besuchdienste.

Uwe Wagner (Ev. KG Rothenburg)
Wo sehen Sie den Ev. Kirchenkreis SOL in sechs Jahren?
In sechs Jahren wünsche ich mir, dass der Kirchenkreis Schlesische Oberlausitz ein Vorbild für ein offenes, engagiertes und zukunftsorientiertes Miteinander ist. Kirche soll ein Ort sein, an dem Menschen unabhängig von ihrer Herkunft oder Lebenssituation willkommen sind und gemeinsam Impulse für die Gesellschaft und unsere Glaubensgemeinschaft setzen. Dabei soll sich der Kirchenkreis aktiv für Nachhaltigkeit, digitale Innovation und soziale Gerechtigkeit einsetzen. Zudem ist es mir wichtig, dass das Miteinander der Generationen selbstverständlich gelebt wird. Um dieses Ziel zu erreichen, ist es notwendig, die Arbeit des Kirchenkreises kontinuierlich zu evaluieren und weiterzuentwickeln. Die Digitalisierung sollte nicht nur als technischer Fortschritt verstanden werden, sondern als Chance zur Vernetzung und zur Erweiterung des Zugangs zu kirchlichen Angeboten, sowohl für jüngere Generationen als auch für Menschen, denen es nicht mehr möglich ist, Kirche vor Ort zu erleben. Eine offene Kommunikation und Transparenz in Entscheidungsprozessen sind dabei unerlässlich, um das Vertrauen der Mitglieder zu stärken und die Attraktivität des Kirchenkreises langfristig zu sichern.
Was möchten Sie in der neuen Legislaturperiode konkret bewegen oder verändern?
Mir ist die synodale Arbeit wichtig, weil ich aus meiner bisherigen Gemeindearbeit weiß, wie herausfordernd es ist, Menschen für kirchliche Arbeit zu gewinnen und zu halten. Besonders in Regionen mit wenig Einwohnern, aber auch mit immer knapper werdenden Ressourcen braucht es pragmatische Lösungen, damit die christliche Gemeinschaft bestehen bleibt und sich weiter entwickeln kann. Die Kirchenmusik ist dabei nicht nur Tradition, sondern ein konkreter Weg, Menschen zusammenzubringen – unabhängig vom Alter. Aber auch hier bedarf es einerseits die Bewahrung alter Lieder und Melodien und andererseits einer modern ausgerichteten Kirchenmusik.
Die Arbeit mit Kindern, Jugendlichen und Familien sehe ich als Investition in die Zukunft der christlichen Gemeinschaft. Ich möchte dazu beitragen, dass Kirche vor Ort relevant bleibt und sich an den Bedürfnissen der Menschen orientiert. Mir ist es wichtig, bestehende Projekte zur Förderung ehrenamtlichen Engagements auszubauen und neue Initiativen zu starten, die insbesondere junge Menschen motivieren, sich in der Kirche zu engagieren. Die Entwicklung moderner Kommunikationswege, beispielsweise durch soziale Medien und digitale Plattformen, können dabei helfen, die Sichtbarkeit kirchlicher Angebote zu erhöhen und neue Zielgruppen zu erreichen. Ein weiteres Anliegen ist die Stärkung der intergenerationalen Zusammenarbeit, um Wissen und Erfahrungen weiterzugeben und einen nachhaltigen Zusammenhalt zu schaffen.
Welche Erfahrungen oder Kompetenzen bringen Sie in die synodale Arbeit ein?
Als Mitglied der letzten Kreissynode konnte ich viele Einblicke und Erfahrungen sammeln. Dabei waren zwei wesentliche Themen für mich prägend. Zum einen war ich Mitglied im Finanzausschuss und konnte an der Verteilung der erwirtschafteten Überschüsse mitwirken. Die Komplexität des Haushalts hat mir gezeigt, wie wichtig ein verantwortungsvoller Umgang mit den zur Verfügung stehenden Mitteln ist und mein Verständnis für finanzielle Zusammenhänge und die Notwendigkeit transparenter Entscheidungsprozesse positiv beeinflusst. Zusätzlich habe ich durch die Beschäftigung mit Haushaltsplänen und Finanzierungsmöglichkeiten Kompetenzen in der strategischen Planung und Budgetierung erworben, die ich auch gern weiterhin für die synodale Arbeit einbringen kann.
Das zweite prägende Thema war die Wahl eines neuen Superintendenten und die Diskussion um eine eventuelle Doppelspitze. Diese intensive Phase hat mir verdeutlicht, wie groß und vielfältig die Aufgaben des Kirchenkreises sind. Sie hat mir auch gezeigt, wie wichtig ein respektvoller und offener Dialog sowie die Fähigkeit zum Ausgleich unterschiedlicher Interessen für die synodale Arbeit sind. Darüber hinaus habe ich gelernt, wie bedeutsam es ist, Veränderungen gemeinsam zu gestalten und die unterschiedlichen Perspektiven der Mitglieder einzubeziehen. Meine Erfahrungen in der kirchlichen Gemeindearbeit, als Bediensteter in der öffentlichen Verwaltung, in politischen Gremien sowie mein Engagement für die synodale Arbeit motivieren mich, weiterhin aktiv Verantwortung zu übernehmen und an künftigen Entscheidungsprozessen mitzuwirken.

Achim Trobisch (Ev. KG Rothenburg)
Wo sehen Sie den Ev. Kirchenkreis SOL in sechs Jahren?
Die Zahl der Kirchgemeinden in unserem Kirchenkreis wird wahrscheinlich durch weitere Zusammenschlüsse kleiner werden. Pfarrstellen werden demzufolge ebenfalls reduziert werden müssen. Im Ehrenamt sehe ich ein großes Potenzial. Aufgrund der demografischen Veränderungen in unserem ländlichen Raum, des Kohleausstiegs mit den daraus für unsere Region entstehenden Konsequenzen (weitere Abwanderung, höhere Arbeitslosigkeit) sowie des Rückgangs an Kirchenmitgliedern werden bestimmte kirchliche Angebote verstärkt nur mit ehrenamtlicher Unterstützung möglich sein. Hier sehe ich die größten Herausforderungen und Veränderungen in den nächsten sechs Jahren. Ob und wie sich bestehende Strukturen in ihren „angeborenen“ Trägheiten in den nächsten sechs Jahren wirklich anpassen lassen, wage ich nicht zu beurteilen.
Um der Überalterung in unserer Region entgegenzuwirken, wird ein besonderer Fokus auf der Kinder- und Jugendarbeit liegen müssen. Die Vernetzung in einzelnen Bereichen der Kirchgemeinden untereinander ist aus meiner Sicht optimierbar. Eine aktive Beteiligung im Zentrum für Dialog und Wandel ist aus meiner Sicht ebenfalls wichtig, um bei allen Veränderungen ein aktiver Player zu sein.
Was möchten Sie in der neuen Legislaturperiode konkret bewegen oder verändern?
Neben den allgemeinen Aufgaben der Kreissynode liegt mir die Aufwertung, strukturelle Einbindung und Vernetzung der verschiedenen Ehrenämter in unserem Kirchenkreis am Herzen
Welche Erfahrungen oder Kompetenzen bringen Sie in die synodale Arbeit ein?
20-jährige Mitarbeit im GKR Rothenburg, 25-jährige Erfahrung als Geschäftsbereichsleiter in der Diakonie St. Martin. Ich glaube auch, dass ich Ideen in Veränderungsprozesse einbringen kann.
Undine Holubek (Ev. KG Rietschen)
Wo sehen Sie den Ev. Kirchenkreis SOL in sechs Jahren?
In sechs Jahren sehe ich den Ev. Kirchenkreis SOL als geistlich lebendige, organisatorisch stabile und gesellschaftlich sichtbare Kirche in unserer Region. Wir werden klarer erkennbar sein in unserem Auftrag: Verkündigung, Seelsorge, Diakonie und gesellschaftliche Verantwortung.
Ich wünsche mir einen Kirchenkreis, der:
- mutig neue Formen von Gemeinde erprobt,
- Kooperationen zwischen Gemeinden selbstverständlich lebt,
- Haupt- und Ehrenamtliche gut begleitet und stärkt,
- junge Menschen gezielt einbindet,
- und als verlässlicher Partner im Sozialraum wahrgenommen wird.
Gleichzeitig wird es wichtig sein, mit realistischen Strukturen auf rückläufige Mitgliederzahlen zu reagieren – ohne dabei unsere geistliche Identität zu verlieren.
In unseren Gemeinden darf Kirche nicht „verschwinden“, wenn sich größere Strukturen (Sprengel etc.) bilden. Die Menschen vor Ort müssen unterstützt werden. Auch Verwaltung muss an die rückläufigen Mitgliederzahlen angepasst werden.
Was möchten Sie in der neuen Legislaturperiode konkret bewegen oder verändern?
Zusammenarbeit stärken: Die Vernetzung der Gemeinden und Arbeitsbereiche weiterentwickeln, um Ressourcen sinnvoll zu bündeln.
Ehrenamt fördern: Klare Strukturen für Begleitung, Qualifizierung und Wertschätzung Ehrenamtlicher etablieren.
Zukunftsprozesse transparent gestalten: Veränderungsprozesse nachvollziehbar, kommunikativ und beteiligungsorientiert durchführen.
Junge Generation einbinden: Beteiligungsformate schaffen, in denen junge Menschen Kirche aktiv mitgestalten können.
Diakonisches Profil schärfen: Die soziale Verantwortung unseres Kirchenkreises sichtbar und wirksam ausbauen.
Mir ist wichtig, nicht nur Strukturen zu verwalten, sondern Entwicklung aktiv zu gestalten.
Welche Erfahrungen oder Kompetenzen bringen Sie in die synodale Arbeit ein?
Erfahrung in Gremienarbeit und strukturierter Entscheidungsfindung
Teamorientierung und die Fähigkeit, unterschiedliche Positionen konstruktiv zusammenzuführen
Strategisches Denken mit Blick auf langfristige Entwicklungen
Kommunikationsfähigkeit – auch in schwierigen Prozessen
Verlässlichkeit, Verantwortungsbewusstsein und die Bereitschaft, mich gründlich einzuarbeiten

Michael Schwabe (Ev. KG Krauschwitz)
Wo sehen Sie den Ev. Kirchenkreis SOL in sechs Jahren?
Ein Kirchenkreis, der nicht nur verwaltet, sondern geistlich führt. Mit erkennbarer evangelischer Identität, guter Predigtkultur, geistlicher Begleitung von Haupt- und Ehrenamtlichen und Mut zu theologischer Klarheit in gesellschaftlichen Fragen.
Klare Wege für Ehrenamtliche, systematische Qualifizierung, geistliche Begleitung. Junge Menschen nicht nur als Zielgruppe, sondern als Mitgestaltende.
Was möchten Sie in der neuen Legislaturperiode konkret bewegen oder verändern?
Synodale Arbeit bedeutet für mich: nicht Einzelinteressen vertreten, sondern das Ganze im Blick behalten.
Welche Erfahrungen oder Kompetenzen bringen Sie in die synodale Arbeit ein?
Ich bringe mit:
- theologische Urteilsfähigkeit
- Fähigkeit zur Einordnung gesellschaftlicher Entwicklungen
- Sensibilität für geistliche Prozesse in Gemeinden
- Wertschätzung für unterschiedliche Frömmigkeitsstile
- Lektordienst
- Musikalische Unterstützung von Gottesdiensten
Mir ist wichtig, dass Strukturentscheidungen nicht losgelöst von unserem geistlichen Auftrag getroffen werden.

Mathias Nickus (Ev. KG Klitten)
Wo sehen Sie den Ev. Kirchenkreis SOL in sechs Jahren?
Was möchten Sie in der neuen Legislaturperiode konkret bewegen oder verändern?
Welche Erfahrungen oder Kompetenzen bringen Sie in die synodale Arbeit ein?
Ich bin neu in der Aufgabe als Gemeindekirchenrats-Mitglied und auch bei der Kandidatur für die Kreissynode. Daher möchte ich mich in dieser Zeit mit den Aufgaben der Kreissynode beschäftigen und sehen wo ich meine Gedanken und Gaben einbringen kann.

Kathrin Lucas (Ev. KG Kreba)
Wo sehen Sie den Ev. Kirchenkreis SOL in sechs Jahren?
Wahrscheinlich mitten in einer Umbruchszeit, mit Neuerungen an die wir uns Kirchenglieder einstellen und gewöhnen müssen.
Was möchten Sie in der neuen Legislaturperiode konkret bewegen oder verändern?
Ich möchte meinem Sprengel eine Stimme in der Synode geben.
Welche Erfahrungen oder Kompetenzen bringen Sie in die synodale Arbeit ein?
In der letzten Legislaturperiode habe ich als Stellvertreterin bereits 4 Synoden besucht, ich fand es wichtig und interessant zeitnah Informationen zu erhalten und in die GKRs weiterzugeben.
Einbringen kann ich definitiv meine Kreativität in verschiedenen Bereichen.

Eveline Pohlank (Ev. KG Nochten – Boxberg)
Wo sehen Sie den Ev. Kirchenkreis SOL in sechs Jahren?
Ich wünsche mir einen Kirchenkreis mit mehreren Pfarrsprengeln und Gemeinden, die bereit sind, auch mit Kirchengemeinden, die keinen eigenen GKR mehr wählen dürfen, zusammenzuarbeiten.
Was möchten Sie in der neuen Legislaturperiode konkret bewegen oder verändern?
Welche Erfahrungen oder Kompetenzen bringen Sie in die synodale Arbeit ein?
Ich war Synodale und viele Jahre lang Mitglied des GKR.

Dietmar Herzig ( Ev. KG Reichwalde)
Wo sehen Sie den Ev. Kirchenkreis SOL in sechs Jahren?
Wenn die Entwicklung so weitergeht wie es die letzten 6 Jahre geschehen ist, dann wird es große Gemeinden geben die hauptsächlich von ehrenamtlichen Christen und Christinnen am Leben gehalten werden. Deren Zahl sich aber verringern wird da es schwer ist Jugendliche für eine Verantwortungsvolle Mitarbeit in der Gemeinde zu gewinnen. Beziehungsweise für den Glauben an Jesus Christus zu begeistern.
Was möchten Sie in der neuen Legislaturperiode konkret bewegen oder verändern?
Ich möchte versuchen den Blick etwas von den Zahlen, die ja immer wieder im Mittelpunkt der Zukunftsvisionen stehen, auf unseren Auftrag als Christen, die Verkündigung der FROHEN Botschaft zu lenken.
Welche Erfahrungen oder Kompetenzen bringen Sie in die synodale Arbeit ein?
Meine langjährige Arbeit in verschiedenen GKRs und in der Synode, sowie die Erfahrungen aus der Arbeit in einer Diakonischen Einrichtung.
Wilhelm Spretz (Ev. KG Schleife)
Wo sehen Sie den Ev. Kirchenkreis SOL in sechs Jahren?
Ich sehe den Ev. Kirchenkreis SOL als geistlich lebendige, gesellschaftlich relevante und gut vernetzte Kirche.
Eine Kirche, die Menschen aller Generationen anspricht, digitale und analoge Angebote sinnvoll verbindet und finanziell sowie strukturell zukunftsfähig aufgestellt ist.
Wichtig ist mir, dass unsere Kirche das Wort Gottes in die Welt trägt und mit unseren Traditionen ein festes Fundament in dieser Welt darstellt.
Was möchten Sie in der neuen Legislaturperiode konkret bewegen oder verändern?
Ich möchte:
in Gottes Willen hier auf Erden durch seine Kirche wirken und in dieser Verantwortung übernehmen
die Zusammenarbeit zwischen Gemeinden stärken; vor allem auch ökumenisch, da ich daran glaube, dass trotz aller Unterschiede im Detail wir doch in einem Schiff sitzen
junge Menschen stärker einbinden, aber gleichzeitig die ältere Generation als Basis unserer Kirche und Mitgestalter vor mir nicht vergessen
Welche Erfahrungen oder Kompetenzen bringen Sie in die synodale Arbeit ein?
Ich bringe analytisches Denken, strukturierte Arbeitsweise und Verantwortungsbewusstsein mit.
Durch meine berufliche Tätigkeit bin ich es gewohnt, komplexe Themen sachlich zu bewerten, Lösungen zu entwickeln und Projekte umzusetzen.
Auch wenn ich mich zum ersten Mal in solch einem Gremium befinde, glaube ich, dass ich gute Ideen und frischen Wind in den Kirchenkreis bringen kann.

Anke Hanusch (Ev. KG Schleife)
Wo sehen Sie den Ev. Kirchenkreis SOL in sechs Jahren?
Der Kirchenkreis SOL steht gleichberechtigt und gleichwichtig neben den anderen Kirchenkreisen der EKBO. Er wird nicht mehr stiefmütterlich aus Berlin heraus betrachtet.
Was möchten Sie in der neuen Legislaturperiode konkret bewegen oder verändern?
Die Posaunenarbeit soll mehr in den Mittelpunkt gebracht werden. Die Posaunenchöre sind eine Stütze der Gemeinde – Ehrenamtliche, die immer da sind, wenn man sie braucht. Es sollte mehr LandesposaunenwartInnen geben, die sich intensiver um die Nachwuchsarbeit kümmern. Denn wie überall verändert sich das Durchschnittsalter nur nach oben. Auf lange Sicht sterben die Chöre oder werden einfach aus Kräftemangel nicht mehr blasfähig sein.
Durch die Bläserarbeit werden junge Menschen aktiv mit dem Glauben vertraut gemacht und stärker an die Gemeinden gebunden.
Welche Erfahrungen oder Kompetenzen bringen Sie in die synodale Arbeit ein?
Ich habe keine Synodalen Erfahrungen.
Ich bin seit 2021 Teil der AG Nachhaltige Gemeindeentwicklung in der Gemeinde Schleife.
Bei meiner Arbeit an der Hochschule Anhalt arbeite ich viel mit StudentInnen zusammen und bringe Ihnen die Arbeit des Bücherbindens näher – daher kann ich, solange ich mich im Thema sehr gut auskenne, gut kommunizieren.
Als Selbstständige Handwerksmeisterin bin ich auch in der Lage mit Word und Excel umzugehen und das große Ganze im Blick zu haben.

Kerstin Schilling (Ev. KG Weißwasser)
Wo sehen Sie den Ev. Kirchenkreis SOL in sechs Jahren?
– Erhalt der bestehenden Struktur des Kirchenkreises mit Anpassung durch äußere Veränderungen
– auf regionalen Gebieten Zusammenlegung von Gottesdiensten, z. B. thematische Gottesdienste wie Handwerkergottesdienst, Reformationstag, Christi Himmelfahrt
– die Arbeit in den Gemeinden fördern mit Schwerpunkt auf die ehrenamtlichen Mitarbeiter und die Erweiterung des Personenkreises
– Quereinsteiger als neue Perspektive entwickeln
– Nutzung von kirchlichen Gebäuden, die Öffnung der Kirchen und Gemeindehäuser für vielschichtige kulturelle und soziale Zwecke im christlichen Einvernehmen
– Erhalt der Gottesdienste ein allen Gemeinden und dabei die Verkündigung als wichtigstes Element
Was möchten Sie in der neuen Legislaturperiode konkret bewegen oder verändern?
– Darstellung der Kirche nach außen, Menschen auf christliches Leben aufmerksam machen
– offene Diskussion zu aktuell anstehenden Fragen und Themen
– Kommunikation auf Augenhöhe, die Erfahrungen aus den Gemeinden berücksichtigen
– angestellte Mitarbeiter sollten Mitglied in der Kirche sein
– die Vielfalt der Blickwinkel auf die Verkündigung akzeptieren
– Zeichen erkennen, wenn Gemeindemitglieder entmutigt sind oder werden
– Stärkung der Seniorenarbeit, Bewahrung des Kontaktes der Menschen, die viele Jahre im Dienst der Kirche standen
Welche Erfahrungen oder Kompetenzen bringen Sie in die synodale Arbeit ein?
– seit 2002 Mitglied im GKR Weißwasser als stellvertretende Vorsitzende und
seit 2021 GKR- Vorsitzende
– Mitglied im Bauausschuss und Leitung des Finanzausschusses
– Vorbereitung und Koordinierung von Gemeindeveranstaltungen
– auf Grund der Arbeit mit unterschiedlichen Pfarrpersonen im Laufe der Jahre kann ich gut Gemeindearbeit einschätzen und reflektieren,
– wichtig für mich ist immer ein fürsorglicher Umgang mit Gemeindemitgliedern und besonders mit Ehrenamtlichen

Simon Nicke (Ev. KG Hähnichen)
Wo sehen Sie den Ev. Kirchenkreis SOL in sechs Jahren?
Habe ich derzeit noch keine genauen Vorstellungen.
Was möchten Sie in der neuen Legislaturperiode konkret bewegen oder verändern?
Wie kann die Kirche/der Glaube interessant für junge Erwachsene gemacht werden?
Welche Erfahrungen oder Kompetenzen bringen Sie in die synodale Arbeit ein?
Mitarbeit in Gemeinde, Neueinsteiger im Kirchenältestenamt.

Dr. Hagen Gano (Ev. KG Trinitatisgemeinde am See)
Wo sehen Sie den Ev. Kirchenkreis SOL in sechs Jahren?
Leider wird vermutlich die Anzahl unserer Gemeindemitglieder weiter zurückgehen- ich würde sehr wünschen es wäre anders. Ich erwarte Veränderungen im Sinne von Verschlankungen und Anpassungen damit unsere Kirchengemeinden Handlungsfähig bleiben. Bei allen Veränderungen soll in sechs Jahren der Kirchenkreis so beschaffen sein, das eine langfristige stabile Perspektive besteht.
Was möchten Sie in der neuen Legislaturperiode konkret bewegen oder verändern?
Ich möchte mich gern für die Belange der Kirchengemeinden und des Kirchkreises einsetzen, damit wir das Ziel von stabilen Perspektiven für die Kirchengemeinden und den Kirchenkreis erreichen. Besonders liegen mir die Belange der Kinder- und Jugendarbeit sowie der kirchenmusikalischer Dienst am Herzen. Hier bringe ich mich auch weiter ehrenamtlich ein.
Welche Erfahrungen oder Kompetenzen bringen Sie in die synodale Arbeit ein?
Ich habe bereits in verschiedenen Gremien im Kirchenkreis aber auch der ehemaligen Landeskirche mitgearbeitet. Seit vielen Jahren bin ich auch wechselnd im Gemeindekirchenrat der Trintiatisgemeinde am See aktiv. Seit vielen Jahren bin ich als Bläser in unserer Kirche aktiv. Ich war im CVJM Schlesische Oberlausitz als Schatzmeister, Geschäftsführer und auch Vorsitzender tätig.


