
Pfarrer Heinrich Koch (Ev. KG Hoyerswerda Johanneskirchengemeinde)
Wo sehen Sie den Ev. Kirchenkreis SOL in sechs Jahren?
Ich sehe den Kirchenkreis in sechs Jahren in einer Phase in der spürbar wird, dass die fortschreitende Säkularisierung ihren Höhepunkt überschritten hat, und die Menschen wieder neu auf der Suche sind nach festem Halt für ihr Leben. Unsere Kirche sollte dann bereit sein, gemeinsam mit diesen Menschen Gott zu suchen, der sich gewiss finden lassen wird.
Was möchten Sie in der neuen Legislaturperiode konkret bewegen oder verändern?
So es mir möglich ist, möchte ich mit dazu beitragen, dass wir auch in der Kirche Bürokratie abbauen. Da ich in den nächsten Jahren weitere Rückgänge an Gemeindegliedern und auch Finanzen erwarte, möchte ich unsere Arbeitsbereiche auf ihre Zukunftsfähigkeit hin in den Blick nehmen.
Welche Erfahrungen oder Kompetenzen bringen Sie in die synodale Arbeit ein?
Mit 62 Jahren bin ich ein älterer Pfarrer, der schon in fast sämtlichen Leitungsgremien der Kirche gesessen hat. Zur Zeit bin noch Vorsitzender des Finanzausschusses.

Pfarrerin Ursula Wegmann (Ev. Pfarrsprengel Region Ortrand)
Wo sehen Sie den Ev. Kirchenkreis SOL in sechs Jahren?
Mittelfristig sehe ich die Veränderungen, auf die der Kirchenkreis, wie alle Kirchenkreise und Landeskirchen, zugehen wird: Weniger Pfarrpersonal, weniger Gemeindeglieder. Es wird gute Rahmenbedingungen benötigt, die es den Gemeinden ermöglichen mit weniger Mitteln dennoch das Evangelium gut verkündigen zu können. Dazu braucht es eine Verwaltung, die den Gemeinden entlastend und erklärend zur Seite steht. Es braucht Mut zu neuen Ansätzen in der Gemeindearbeit und Klarheit, wie diese in den Gemeinden Bestand haben kann. Es wird viel Begleitung z.B. bei der Zusammenlegung von Gemeinden, brauchen.
Strukturen müssen korrigiert werden, wenn sie nicht mehr funktionieren. Ob das der Kirchenkreis in 6 Jahren schafft, weiß ich nicht, will aber gern daran mitarbeiten.
Was möchten Sie in der neuen Legislaturperiode konkret bewegen oder verändern?
Die Erfahrungen der Kirchengemeinden sind für eine sinnvolle Weiterentwicklung der Rahmenbedingungen wichtig, diese möchte ich gern einbringen. Auf dem Weg zu neuen Ansätzen und zu einer guten Gemeindearbeit in den Kirchengemeinden bringe ich gern innovative Ideen ein.
Welche Erfahrungen oder Kompetenzen bringen Sie in die synodale Arbeit ein?
Erfahrungen bringe ich mit aus über 30 Jahren Arbeit als Pfarrerin in unterschiedlichen Gemeinden, als Leiterin einer Telefonseelsorge, also aus der Arbeit mit Ehrenamtlichen, aus unterschiedlichen Formen der Fortbildung am Pastoralkolleg Ratzeburg als Studienleiterin mit den Schwerpunkten Seelsorge, Gottesdienste, Gemeindeaufbau und religionspädagogische Ansätze im Kindergarten und in der Konfirmandenarbeit. Ich bringe Erfahrungen mit aus Gemeinden, die in schwierige Notlagen geraten sind, unter anderem auch durch sexualisierte Gewalt durch eine Pfarrperson.
Ich habe in unterschiedlichen Gremien der Kirche mitgearbeitet, weiß also, wie wichtig Rahmenbedingungen sind. Dazu gehört auch, dass ich etliche Vereine mitgegründet habe. Nach der Wende habe ich selbst ehrenamtlich in der Politik gearbeitet und weiß, wie wichtig Gesetze und Regeln sind.
Ich bringe meinen Glauben mit, dass wir Menschen in guten Händen sind bei Gott und dass wir viel vermögen, durch den, der uns stark macht.

Pfarrer Gerd Simmank (Ev. GKG Mittellausitz)
Wo sehen Sie den Ev. Kirchenkreis SOL in sechs Jahren?
Er hat sehr viele Glieder verloren und sucht nach Wegen seines Fortbestandes.
Was möchten Sie in der neuen Legislaturperiode konkret bewegen oder verändern?
Ich bin nur noch bei der konstituierenden Sitzung dabei und gehe zum 1. August 2026 in den Ruhestand. Ich möchte kandidieren um meinen Pfarramtsnachfolger einen Platz in der Kreissynode zu ermöglichen.
Welche Erfahrungen oder Kompetenzen bringen Sie in die synodale Arbeit ein?
Seit meinem 14. Lebensjahr arbeitete ich als Jugendvertreter in der Provinzialsynode.
Ich bin seit 40 Jahren Pfarrer im Kirchenkreis. Ich war 25 Jahre Kreissynodalrechner und habe die Kreiskirchenkasse des KK Hoyerswerda geführt. Ich prüfte alle Haushalte der Kirchengemeinden und genehmigte die Baukassen. Ich war im KKR und im KKV sowie stellvertretender Superintendent. In der Landeskirche war ich über 20 Jahre der Datenschutzbeauftragte. Über 20 Jahre wirke ich als theologischer Richter am Verwaltungsgericht der EKD in Hannover.

Pfarrer Hans – Christoph Gille (Ev. GKG Hoyerswerda Spreewitz)
Wo sehen Sie den Ev. Kirchenkreis SOL in sechs Jahren?
In den vor uns liegenden sechs Jahren werden sich mehrere Gemeinden unseres Kirchenkreise zu Gesamtkirchengemeinden zusammenschließen und gemeinsam die Gegenwart gestalten und nach Wegen in die Zukunft suchen. Wir bleiben „unterwegs“.
Was möchten Sie in der neuen Legislaturperiode konkret bewegen oder verändern?
Ich werde voraussichtlich nur noch wenige Jahre im aktiven Pfarrdienst tätig sein und setze mir keine großen Ziele mehr. Wenn ich dann im Ruhestand bin, möchte ich meinen Brüdern und Schwestern im Pfarrdienst ganz besonders in der Region Hoyerswerda-Ruhland beistehen und helfen, sofern ich gebraucht werde.
Welche Erfahrungen oder Kompetenzen bringen Sie in die synodale Arbeit ein?
Seit fast 30 Jahre bin ich im Pfarrdienst und habe gerade auch in meiner Zeit als Vertretungspfarrer viele Gemeindekirchenratssitzungen begleitet. Meine Stärke liegt dabei in meiner Anpassungsfähigkeit, meiner liberal-pietistischen Grundeinstellung und in der Bereitschaft zum Dialog. Allerdings verlange ich auch von meinem Gegenüber Engagement und die Bereitschaft, sich selbständig über Sachverhalte zu informieren. Unbegründeten Forderungen („Aber der Pfarrer muss doch … „) oder rückwärtsgewandtem Denken („Das war schon immer so … „) stehe ich überaus skeptisch und ablehnend gegenüber.

Pfarrer Karl Naumann (Ev. KG Ruhland)
Wo sehen Sie den Ev. Kirchenkreis SOL in sechs Jahren?
vielseitig, belebet
Was möchten Sie in der neuen Legislaturperiode konkret bewegen oder verändern?
Förderung von Ehrenamtlichen Strukturen und Unterstützung bei der kreativen Neuorientierung.
Welche Erfahrungen oder Kompetenzen bringen Sie in die synodale Arbeit ein?
Wachsende Erfahrung im kirchlichen Dienst und Verwaltungsdingen.

Frank Lehmann (Ev. GKG Mittellausitz)
Wo sehen Sie den Ev. Kirchenkreis SOL in sechs Jahren?
Ich sehe einen in seiner kulturellen, regionalen Vielfalt lebendigen Kirchenkreis mit einer stabilen Kirchenmitgliederzahl und vielen Engagierten, seien es Hauptberufliche oder Ehrenamtliche.
Was möchten Sie in der neuen Legislaturperiode konkret bewegen oder verändern?
Es geht darum, auch im ländlichen Raum weiterhin konkrete christliche Inhalte und Veranstaltungsformate durch in ausreichender Zahl vorhandene, engagierte Hauptamtliche anbieten zu können. Dabei wird die Unterstützung durch Ehrenamtliche noch wichtiger, die es für ihren Dienst fachlich, persönlich und kommunikativ zu stärken gilt. Auch die Ökumene sollte gezielt gestärkt werden.
Welche Erfahrungen oder Kompetenzen bringen Sie in die synodale Arbeit ein?
Ich bin bereits seit etwa dreißig Jahren im Gemeinde- und nun im Ortskirchenrat tätig. Kreissynodaler bin ich nunmehr schon im dritten Kirchenkreis (zuerst die Spätphase des damals noch existierenden KK Senftenberg, dann der KK Senftenberg-Spremberg, nun seit einigen Jahren im KK SOL). Über viele Jahre und in verschiedenen Kirchenkreisen habe ich mich in dem Bereich Finanzen eingebracht. Dort liegen auch meine beruflichen Wurzeln (Bankkaufmann, Diplom-Betriebswirt FH). Derzeit bin ich in einer Kommunalverwaltung leitend tätig.

Rene Schäfer (Ev. KG Mittelausitz)
Wo sehen Sie den Ev. Kirchenkreis SOL in sechs Jahren?
Wenn es gelingt, das Leben in den Gemeinden vor Ort am Leben zu erhalten und erblühen zu lassen, sehe ich den Ev. Kirchenkreis auf einem guten Weg.
Was möchten Sie in der neuen Legislaturperiode konkret bewegen oder verändern?
Den Fokus viel mehr auf die Ursprünge legen: Glaube, Gemeinschaft, Familie.
Dem immer mehr Einzug haltenden neuen Zeitgeist (neues Familienbild, Klima usw.) einen Riegel vorschieben.
Welche Erfahrungen oder Kompetenzen bringen Sie in die synodale Arbeit ein?
Seit vielen Jahren bin ich Mitglied im Ortskirchenrat Bernsdorf und der EKG Mittellausitz. In meiner Arbeit als Friedhofsmitarbeiter habe ich es mit vielen Situationen, Tatsachen und Problemen zu tun, die Lösungen brauchen. In den letzten Jahren war ich Ersatzkandidat unserer Gemeinde und habe in der synodalen Arbeit somit eine begrenzte Erfahrung.

Cornelia Opitz (Ev. KG Mittelausitz)
Wo sehen Sie den Ev. Kirchenkreis SOL in sechs Jahren?
Ich sehe einen Kirchenkreis, der durch viel Engagement der Gemeinden lebt und durch ehrenamtliche Tätigkeit geprägt ist. Dadurch können weiterhin eine Vielzahl von Projekten, Veranstaltungen und Initiativen ins Leben gerufen und angeboten werden. Die Gemeinschaft steht im Vordergrund.
Was möchten Sie in der neuen Legislaturperiode konkret bewegen oder verändern?
Aufgrund der immer älter werdenden Gesellschaft in der Gemeinde sehe ich ein Potential in der Stärkung der Zusammenarbeit aller Generationen. Kinder- und Jugendarbeit sollten weiter unterstützt werden. Dabei profitieren die Jungen von der Erfahrungen Älterer, haben aber auch die Möglichkeit, neue Ideen und Initiativen einzubringen. Ökumenische Arbeit erachte ich als ebenso wichtig, genauso wie die Synergien zwischen schulischem Religionsunterricht und kirchlichen Angeboten.
Welche Erfahrungen oder Kompetenzen bringen Sie in die synodale Arbeit ein?
Seit Kindheit war ich bereits in das Gemeindeleben eingebunden, sei es durch Kirchenmusik oder kleiner Aufgaben innerhalb der Gemeinde. Der Ev. Kirchenkreis SOL und die synodale Arbeit sind mit neu, aber ich möchte gern von den Erfahrenen lernen und Organisationsgeschick und Freude an der Arbeit mit Kindern einbringen.

Dirk Nasdala (Ev. KG Hoyerswerda)
Wo sehen Sie den Ev. Kirchenkreis SOL in sechs Jahren?
Auch in sechs Jahren sollten wir uns nicht – wie die Potsdamer – auf den Weg zu einer Gesamtkirchengemeinde begeben. Ich sehe unseren Kirchenkreis vielmehr als starke Stütze unserer Gemeinden; vor allem auch im Zusammenwirken im Ev. Kirchenkreisverband Lausitz mit unserem Verwaltungsamt.
Was möchten Sie in der neuen Legislaturperiode konkret bewegen oder verändern?
Die Bewahrung des Erbes der schlesischen Kirche und die Stärkung der Arbeit unserer sorbischen Gemeindeglieder sind mir sehr wichtig. Daher möchte ich gern erreichen, dass wissenschaftliches Arbeiten mit dem Archivmaterial unserer schlesischen Kirche erleichtert und sorbische Gottesdienste, Begegnungen und das Schaffen von Sprachräumen stärker gefördert werden.
Welche Erfahrungen oder Kompetenzen bringen Sie in die synodale Arbeit ein?
Kreis- und Landessynodaler bin ich als Mitglied des Gemeindekirchenrates der Ev. Johanneskirchengemeinde Hoyerswerda seit mehr als 25 Jahren. Seither bin ich als Jurist auch Mitglied des Ordnungsausschusses der Landessynode. In der Görlitzer Kirchenleitung war ich von 2000 bis 2004. Anschließend war ich bis 2006 und bin seit 2024 wieder in der Kirchenleitung unser EKBO. Von 2011 bis 2016 war ich auch Mitglied der EKD-Synode; dort im Europaausschuss und im Ratswahlausschuss.

Jana – Eva Scholz (EV KG Wittichenau)
Wo sehen Sie den Ev. Kirchenkreis SOL in sechs Jahren?
Ich sehe den Kirchenkreis in der schlesischen Oberlausitz. Er ist evangelisch, bekenntnistreu, heimatverbunden, auf Gemeinschaft hin angelegt. Er hat befruchtende freudebringende Kontakte, besonders zu den benachbarten polnischen Christen und den evangelischen Kirchgemeinden in der benachbarten sächsischen Landeskirche.
Was möchten Sie in der neuen Legislaturperiode konkret bewegen oder verändern?
Mich selbst möchte ich bewegen. Ich freue mich, wenn es uns gelingt, Menschen wieder für unsere Landeskirche und Kirchengemeinden zu gewinnen. Als Kirchengemeinden sind wir keine Betreuungspunkte oder gar Nachlassverwalter, wir sind vielmehr eine Gemeinschaft, die auf Lebenssinn und Lebensfreude hinweist. Traurig bin ich momentan über all jene, die sich von Billigangeboten blenden lassen, die aus autoritären, sektenähnlichen Vereinsstrukturen kommen und gezielt bis aggressiv, Gemeindeglieder der Landeskirche abwerben und sich durch „Wiedertaufe“ gegen Gott stellen.
Unsere Kirchengemeinden und Gremien brauchen eine gute theologische Grundlage und dienende/ konstruktive Strukturen. Dafür möchte ich mich einbringen. Unsere Gemeinden haben gute und aussagestarke Traditionen, die mögen erhalten bleiben. Weil dies so ist bedürfen wir auch nicht der Bevormundung durch landeskirchliche Anweisungen / Erlasse.
Welche Erfahrungen oder Kompetenzen bringen Sie in die synodale Arbeit ein?
Als Kreisposaunenwartin habe ich 20 Jahre die Chöre der Region Hoyerswerda/ Ruhland begleitet. In meiner Kirchengemeinde Wittichenau habe ich mit Kinderchören Workshops zum liturgischen Singen gestaltet. Ziel dabei war/ ist es, die Kinder in die Lebendigkeit unserer Gottesdienste zu führen. Die Gemeindegottesdienste sind mir wichtig, darum bin ich an etlichen Sonntagen die Organistin in unserer oder in Nachbarkirchengemeinden und bin Mitglied des Liturgischen Arbeitskreises.
Die Strukturen der Kreissynode kenne ich, weil ich gegenwärtig in ihr Mitglied bin.
Ich freue mich auf das Beständige und das Neue in unserm Kirchenkreis und in unserem Christ sein. Dafür habe ich Psalm 51,12 als Gebet im Gepäck („Schaffe in mir, Gott, ein reines Herz und gib mir einen neuen, beständigen Geist.“).

Torsten Groba (Ev. KG Bluno)
Wo sehen Sie den Ev. Kirchenkreis SOL in sechs Jahren?
Das ist eine sehr schwierige Frage. Wenn ich durch meine menschlichen Augen schaue, sehe ich kleiner werdende Gemeinden, immer weniger Menschen, die auf Gott schauen und die denken Jesus nicht zu brauchen.
Dennoch bin ich mir sicher, dass unser Vater einen Plan hat. Wenn wir den Mut haben, wieder zu den Wurzeln, dem Wort Gottes in der Bibel zurückzukehren und uns nicht abhängig von Politik, Medien und Mainstreams zu machen, bin ich überzeugt, dass Gott neue Erweckungen schenken wird.
Was möchten Sie in der neuen Legislaturperiode konkret bewegen oder verändern?
Mir persönlich liegen Jugendliche und Ehepaare besonders am Herzen.
Insofern ist es naheliegend, mich für Jugendliche einzusetzen. Wie können wir Kirche für Jugendliche attraktiver machen? Das Wichtigste aus meiner Sicht ist, dass die Jugendlichen zu Jesus kommen, so wie sie sind, und durch die Gnade Gottes sich zu ihm bekennen und ihn in Ihrem Herzen tragen. Dort können wir z. B. bestehende Kooperationen mit CVJM´s auch für den Konfirmandenunterricht vertiefen und bereits geschulte Jugendliche mit involvieren.
Außerdem sind meiner Frau und mir Ehepaare besonders wichtig. In einer Zeit, wo Eheversprechen an Wert verlieren, ist es aus meiner Sicht wichtig, Gottes Geschenk der Ehe zu feiern und Paare zu ermutigen zusammen zu bleiben.
Welche Erfahrungen oder Kompetenzen bringen Sie in die synodale Arbeit ein?
Ich darf seit der Gründung 2005 im Vorstand der EVJU mitwirken und den Verein seit 2017 als Vorsitzender leiten. Seit 2014 bin ich Mitglied im GKR der Kirchengemeinde Bluno und Mitglied der Kreissynode des Kirchenkreises SOL. Da ich beruflich mit dem Planen von Eisenbahnen beschäftigt bin, kann ich strukturiert auf ein Ziel hinarbeiten.

Andreas Knobloch (Ev. KG Bluno)
Wo sehen Sie den Ev. Kirchenkreis SOL in sechs Jahren?
Ich mache es von meinem Glauben an Jesus Christus abhängig, wo wir in 6 Jahren
stehen werden. Meine und auch unsere Aufgabe ist es, den Glauben an unseren Herrn Jesus Christus sichtbar zu leben, die gestellten Aufgaben im Sinne unseres Herrn Jesus Christus
anzugehen und zu erfüllen. Entscheidend ist, dass wir in jeglicher Tat und Verkündigung uns an Jesus, seinen Kreuzestod und seine sieghaften Auferstehung, orientieren. Sollte das gelingen, so sehe ich seinen Segen über unseren Gemeinden und die Kirche als Gemeinschaft. Diese kann dann das bieten, wo staatliche und gesellschaftliche Gemeinschaften nicht weiterkommen.
Gelingt es nicht, so werden wir Gemeindeglieder verlieren. Dennoch bin ich mir sicher, dass unser Vater einen Plan hat. Wenn wir den Mut haben, wieder zu den Wurzeln, dem Wort Gottes in der Bibel zurückzukehren und uns nicht abhängig von Politik, Medien und Mainstreams zu machen, bin ich überzeugt, dass Gott neue Erweckungen schenken wird.
Was möchten Sie in der neuen Legislaturperiode konkret bewegen oder verändern?
Im Rahmen meines Lektorendienstes habe ich die Möglichkeit und die Pflicht, im Namen unseres Herrn Jesus Christus, zu verkündigen.
Ich sehe es mit als meine Aufgabe, in den mir gegebenen Möglichkeiten, Mission zu betreiben.
Ich möchte auch in der Gemeinde missionarische und Verkündigungsaufgaben vor die weltlichen Aufgaben stellen.
Welche Erfahrungen oder Kompetenzen bringen Sie in die synodale Arbeit ein?
Seit 2009 bin ich als Lektor in unserer Kirchgemeinde ab Abruf tätig.
Von 2008 bis 2013 war ich im Gemeindekirchenrat aktiv. Einiges hat sich geändert und ich muss mich in neue Anforderungen einbringen. Das heißt, ich habe keine Erfahrungen in der synodalen Arbeit.
Frank Klinnert (Ev. GKG Hoyerswerda Spreewitz)
Wo sehen Sie den Ev. Kirchenkreis SOL in sechs Jahren?
In den nächsten sechs Jahren Wege für unseren Ev. Kirchenkreis zu finden, damit die Gemeinden kompetenter werden, sodass mehr Menschen und Familien in die Gemeinden finden und sie lebendiger machen.
Was möchten Sie in der neuen Legislaturperiode konkret bewegen oder verändern?
Als Mitglied der Synode will ich als Bindeglied zwischen Gemeinde und Kirchenkreis sein.
Welche Erfahrungen oder Kompetenzen bringen Sie in die synodale Arbeit ein?
Ich habe schon viele Jahre als gewählter Synodaler mitgearbeitet und Entscheidungen verantwortungsvoll mitgetroffen.

Jürgen Urbank (Ev. GKG Hoyerswerda Spreewitz)
Wo sehen Sie den Ev. Kirchenkreis SOL in sechs Jahren?
Den Kirchnekreis sehe ich sich weiter verkleinern. Leider auch ist wohl eine Neuorientierung von z.B. ungenutzten Gebäuden und sogar Kirchen.
Was möchten Sie in der neuen Legislaturperiode konkret bewegen oder verändern?
Optimierung in Verwaltungsaufgabe.
Welche Erfahrungen oder Kompetenzen bringen Sie in die synodale Arbeit ein?
Meine Kompetenzen liegenhauptsächlich im technischen Bereich.

Jörg Mücke (Ev. KG Groß Särchen)
Wo sehen Sie den Ev. Kirchenkreis SOL in sechs Jahren?
Ich hoffe, dass wir durch die Entlastung in den sechs Jahren der einzelnen Kirchengemeinden und Ehrenamtlichen mehr Zeit für missionarische Aufgaben freigeschaufelt haben und unsere Mitgliederzahlen steigen. Mehr Leute Lust auf Kirche bekommen trotz des Zehnten.
Dass wir ein Kirchenkreis sind, der aktiv gestaltet, den Einzelnen entlastet und für alle, die mitmachen wollen, eine Plattform bietet (ob für Junge + Familien + Senioren), unsere schlesische Geschichte aber nicht vergessen haben und aktiv das Ehrenamt unterstützen.
Jeder Laie (ehrenamtliche Kreissynodale) sollte eine sächsische/brandenburgische Ehrenamtskarte erhalten.
Was möchten Sie in der neuen Legislaturperiode konkret bewegen oder verändern?
Ich würde mich dafür einsetzen, dass die ehrenamtliche Kirchenarbeit in den Kirchengemeinden mehr unterstützt wird und der Einzelne besser entlastet wird.
Dass sich nicht jeder alleine um Probleme in seiner Kirchengemeinde kümmern muss, sondern zentral Hilfe erhält und ein besserer Austausch unter den Kirchengemeinden stattfindet.
Bei allen Entscheidungen als Kreissynodaler stelle ich mir die Frage: Was nützt es uns allen?
Einführung: Ehrenamtskarte für jeden Laien (ehrenamtliche Kreissynodale)/Gemeindekirchenräte.
Welche Erfahrungen oder Kompetenzen bringen Sie in die synodale Arbeit ein?
Im Bau- u. Finanzausschuss des Kirchenkreises habe ich jahrelang als Kreissynodaler aktiv mitgewirkt und konnte somit manches zum Positiven verändern.
Als Installateur- und Heizungsbauermeister mit eigenem Unternehmen sehe ich die Herausforderungen, die für alle Kirchengemeinden bevorstehen und durch die Energiewende sowie den bürokratischen Aufwand gemeistert werden müssen.
Aus der eigenen Familie weiß ich, was Posaunenarbeit und aktive Kirchenarbeit bedeutet.

Angela Kubicki (Ev. KG Lohsa)
Wo sehen Sie den Ev. Kirchenkreis SOL in sechs Jahren?
Ich hoffe und wünsche mir, dass auch in sechs Jahren unser Kirchenkreis über eine große Anzahl von Mitgliedern verfügt. Nur durch eine gute Arbeit vor Ort ist es möglich, unsere Mitmenschen für Gottes Wort zu begeistern und so das Leben in der kirchlichen Gemeinschaft lebendig zu halten. Wir bauen auf den vorhandenen Stamm an Ältesten und haben neue und auch junge Kirchenratsmitglieder gewonnen. Wir brauchen neue Ideen und auch mehr Freude, Spaß und Lust am Gemeindeleben.
So soll es auch im Kirchenkreis sein.
Was möchten Sie in der neuen Legislaturperiode konkret bewegen oder verändern?
Ich bin für eine Zentralisierung und Vereinheitlichung der jeweiligen Organe des Kirchenkreises, um die Kommunikation zwischen den einzelnen Ebenen – angefangen vom Gemeindekirchenrat über die Sekretärin und den Pfarrer bis hin zum Superintendenten – zu verbessern. Es sollten auf diesen Wegen keine Informationen mehr verloren gehen. Transparenz ist auch bei der kirchlichen Arbeit sehr wichtig.
Des Weiteren denke ich, dass eine Zusammenlegung von Ausschüssen auch Vorteile bringen kann. Der Kinder- und Jugendausschuss könnte zum Beispiel mit der Kirchenmusik zusammen tagen. Die Nachwuchsarbeit, gerade in der Kirchenmusik, ist sehr wichtig. Der Verwaltungsausschuss könnte mit dem Finanzausschuss zusammen tagen, denn ohne Finanzen kann die Verwaltung nichts verwalten.
Welche Erfahrungen oder Kompetenzen bringen Sie in die synodale Arbeit ein?
Seit 17 Jahren bin ich Mitglied im Gemeinderat der Einheitsgemeinde Lohsa und arbeite seit dieser Zeit im Verwaltungsausschuss mit. Diese Arbeit bei der Kommune ist sehr vergleichbar mit der Arbeit im Gemeinde-Kirchenrat. In diesem bin ich seit 2019 und seit 2023 Mitglied der Synode.
Ich liebe es, mit Menschen zusammen zu sein und zu arbeiten. Das Zuhören und das Akzeptieren anderer Meinungen gehören da dazu. Ich bin teamfähig und versuche, ein gesundes Miteinander mit allen anzustreben. Geistliches Denken und das Leben im Glauben geben mir dazu die nötige Kraft.

Olaf Roschke (Ev. KG Kroppen)
Wo sehen Sie den Ev. Kirchenkreis SOL in sechs Jahren?
I HAVE A DREAM ….
Das der Kirchenkreis trotz seiner räumlichen Ausdehnung menschlich näher zueinander rückt. Die Demografie werden wir nicht umgehen können. Es sollten aber alle Kirchgemeindemitglieder gemeinsam Lernen über den Tellerrand hinaus zu schauen. Es werden sich viele Dinge im Kirchenkreis nur noch mit gemeinsamer Anstrengung bewegen lassen. Ich sehe die drei große Aktivitätszentren HY, NY, GR. Von denen aus in die Fläche agiert wird. Ich sehe viel Arbeit und Verantwortung auf den Schultern der Ehrenamtlichen. Die Frage für mich lautet nicht, ob das zu viel Verantwortung ist, sondern in welchem rechtlichen Rahmen so etwas passieren kann.
Was möchten Sie in der neuen Legislaturperiode konkret bewegen oder verändern?
Wir brauchen dringend eine Verjüngung auf allen Gebieten. Wir brauchen junge Leute mit jungen Ideen für eine zukunftsfähige Gemeindearbeit. Wenigstens U50… Vereinfachung von Verwaltungsvorgängen. Transformation der Gemeindearbeit durch das Zusammenwachsen der neu gebildeten Regionen.
Welche Erfahrungen oder Kompetenzen bringen Sie in die synodale Arbeit ein?
18 Jahre gelebter GKR-Vorsitz. Täglicher Umgang mit jungen Menschen als Sozialarbeiter an Schule.

Regina Guhl (Ev. KG Kroppen)
Wo sehen Sie den Ev. Kirchenkreis SOL in sechs Jahren?
In den nächsten sechs Jahren möchte ich an den Sonntagen dafür sorgen, dass Gottesdienste angeboten werden, auch wenn keine Pfarrer oder Pfarrerinnen zur Verfügung stehen. Es ist mir ein Bedürfnis, Gottes Wort an die Menschen weiterzutragen.
Was möchten Sie in der neuen Legislaturperiode konkret bewegen oder verändern?
Bürokratie muss vereinfacht werden.
Welche Erfahrungen oder Kompetenzen bringen Sie in die synodale Arbeit ein?
Ich bin 65 Jahre alt und stehe als Lektorin zur Verfügung.

Christel Bergk (Ev. KG Ortrand)
Wo sehen Sie den Ev. Kirchenkreis SOL in sechs Jahren?
Dass die Zusammenlegung der Gemeinden nicht aufzuhalten ist, ist nachvollziehbar.
Aber wir dürfen die Gemeindeglieder, ob alt oder jung, nicht auf der Strecke lassen. Darum braucht dieser Prozess Zeit.
Ich sehe für die Gemeinden einen zu krassen Sparkurs. Die Gemeindeglieder finanzieren mit der Kirchensteuer die EKBO. Das Geld sollte mehrheitlich in die Gemeinden fließen oder die Gemeinden effektiv entlasten. Hier ist an den Abbau von unnötiger Bürokratie in den Ämtern zu denken und über sinnvolle Unterstützung nachzudenken.
Die Erhaltung alter Kirchen ist ebenfalls ein großer Punkt.
Der bürokratische Aufwand in den Gemeinden sollte reduziert werden, damit mehr Zeit für die Menschen in der Gemeinde bleibt. Hier wird vorrangig ehrenamtlich gearbeitet.
Viele Ehrenamtliche stehen noch im Arbeitsverhältnis, und es ist oft ein Spagat, alles unter einen Hut zu bekommen.
Was möchten Sie in der neuen Legislaturperiode konkret bewegen oder verändern?
Die Prädikantinnen und Lektorinnen sollten eine höhere Wertschätzung erfahren, auch in Bezug auf die Aufwandsentschädigung.
Bei den nächsten GKR-Wahlen ist dringend zu beraten, dass geringfügig Angestellte nicht weiter diskriminiert werden. Geringfügig Angestellte sind mit so wenigen Prozenten der Arbeitszeit angestellt, dass dies die Wählbarkeit nicht in Frage stellt (siehe andere Landeskirchen). Sie dürfen zurzeit nur in den GKR berufen werden, und als Synodale dürfen sie überhaupt nicht kandidieren. Diese Menschen fühlen sich dadurch diskriminiert, und es hemmt sie im Ehrenamt. Das kann und muss die Synode in den nächsten sechs Jahren regeln!
In den Landeskirchen GKM, EKHN und in der Nordkirche ist das nicht so.
Welche Erfahrungen oder Kompetenzen bringen Sie in die synodale Arbeit ein?
Ich bin schon viele Jahre im GKR und kenne viele Probleme, habe aber auch schöne Erfahrungen.
Seit vielen Jahren bin ich Synodale oder Vertreterin und habe auch einige Jahre im KKR mitgearbeitet. Durch die Zusammenlegung der Kirchenkreise sind die Anfahrten von Ortrand aus sehr weit geworden. Ich bin für wechselnde Tagungsorte (dann fährt jede/jeder mal weitere Strecken) oder einen wirklich zentralen Tagungsort.
Bei allen Fragen, Überlegungen und Antworten steht für mich immer die Frage an erster Stelle:
WAS WÜRDE JESUS DAZU SAGEN!!!

Antje Hempel – Mileta (Ev. KG Ruhland)
Wo sehen Sie den Ev. Kirchenkreis SOL in sechs Jahren?
Ich wünsche mir, dass unser Kirchenkreis in sechs Jahren als lebendige, offene und verlässliche Gemeinschaft wahrgenommen wird – auch in einer Zeit, in der die Mitgliederzahlen zurückgehen und Pfarrstellen nicht immer besetzt werden können. Ich möchte einen Kirchenkreis, der mutig neue Wege geht, ohne seine geistlichen Wurzeln zu
verlieren. Gemeinden, die enger zusammenarbeiten, sich gegenseitig unterstützen und in denen Haupt- und Ehrenamtliche gemeinsam Verantwortung tragen. Besonders wünsche ich mir, dass Kinder, Jugendliche und Familien ganz selbstverständlich ihren Platz in unseren Gemeinden finden und Kirche als einen Ort erleben, der sie im Alltag begleitet.
Was möchten Sie in der neuen Legislaturperiode konkret bewegen oder verändern?
Mir ist wichtig, dass wir aktiv auf die Herausforderungen reagieren, die uns in der letzten Synode beschäftigt haben – den Rückgang von Gemeindemitgliedern, fehlende Pfarrpersonen dadurch
unbesetzte Stellen. Ich möchte mich dafür einsetzen, dass gemeindepädagogische Arbeit stärker als Chance verstanden
wird:
- zur Entlastung von Pfarrpersonen,
- zur Unterstützung in Vakanzzeiten oder bei längeren Ausfällen,
- zur Stabilisierung und Belebung von Gemeinden.
Ich wünsche mir, dass wir Angebote für Kinder, Familien und Menschen im mittleren Lebensalter gezielt ausbauen. Frauenkreise, Familiengottesdienste, Rüstzeiten oder neue Formate wie Vater-
Kind-Wochenenden können Gemeinschaft stärken und Menschen neu an Kirche binden. Kirche darf nicht nur verwalten – sie muss gestalten. Dazu möchte ich beitragen.
Welche Erfahrungen oder Kompetenzen bringen Sie in die synodale Arbeit ein?
Ich bringe sowohl praktische als auch persönliche Erfahrung mit:
- seit 2017 tätig in der Christenlehre
- ehrenamtlich als Lektorin
- Mitwirkung im Kindergottesdienst und in Familiengottesdiensten
- Organisation einer jährlichen Kinderrüstzeit (mit dem Wunsch, diese auszubauen)
- Mutter von vier Kindern
- staatlich anerkannte Erzieherin
- soziale Fachhochschulreife
- ab 1. April Beginn des berufsbegleitenden Studiums „Evangelische Religionspädagogik und
- Diakonie“ an der EHB
Durch meine Arbeit in der Gemeinde weiß ich, wie wichtig verlässliche Strukturen, Teamarbeit und eine klare geistliche Ausrichtung sind. Gleichzeitig bringe ich Lebenserfahrung, Organisationstalent
und die Fähigkeit mit, Menschen unterschiedlichen Alters zusammenzubringen. Ich sehe Kirche nicht nur als Institution, sondern als geistliche Heimat. Genau mit dieser Haltung möchte ich in der Synode mitarbeiten: verantwortungsvoll, konstruktiv und mit dem Wunsch, unsere Gemeinden zukunftsfähig zu gestalten.

Frank Seifert (Ev. KG Großkmehlen)
Wo sehen Sie den Ev. Kirchenkreis SOL in sechs Jahren?
Ich denke die Gemeinden im Kirchenkreis werden weiter zusammenwachsen und noch stärker miteinander arbeiten sowie Gemeinde Leben stärker über die eigenen Grenzen hinaus gestalten.
Was möchten Sie in der neuen Legislaturperiode konkret bewegen oder verändern?
Ich möchte mir erstmal einen Einblick in die synodale Arbeit verschaffen, mich einbringen und vielleicht mit Ideen dazu beitragen etwas zu bewegen oder zum Positiven verändern.
Welche Erfahrungen oder Kompetenzen bringen Sie in die synodale Arbeit ein?
Als Disponennt musste ich täglich Touren planen, zeitnah auf verschiedenste Ereignisse reagieren, viel kommunizieren und Probleme schnell und effektiv lösen.
Jetzt als Bauabrechner muss ich genauso akribisch arbeiten und die Grenzen des Möglichen austesten, um das Betriebsergebnis so gut zu gestalten, wie es geht.
Diese Fähigkeiten, Erfahrungen und Kompetenzen – wie immer man es nennen möchte – sollten auch in der synodalen Arbeit von Vorteil sein.
Zudem denke ich, gut zuhören zu können und ein gewisses Konfliktlösungspotential zu besitzen.


